Hommage an Charlotte

Der Pinot noir hört in Deutschland oft auf den Namen Spätburgunder. Das Niveau der aus dieser schwierigen Sorte erzeugten Weine darf sich mehr als sehen lassen, wie ein Beispiel aus der Pfalz zeigt.

Peter Keller | 22.3.2018

Die Rede ist vom Pinot noir Charlotte 2013 des Weinguts Karl Pfaffmann, das die traditionelle Bezeichnung für die hochwertige Sorte verwendet. Der Wein vereint Dichte und Eleganz, überzeugt mit einer vielschichtigen Aromatik und hat den über zwei Jahre dauernden Ausbau in neuen und gebrauchten Barriques problemlos verkraftet. Zwar lassen sich gewisse Röstnoten ausmachen. Sie dominieren aber nicht und werden sich im Laufe der Reifezeit noch besser integrieren. Der Pinot noir verfügt locker über ein Alterungspotenzial von gut zehn Jahren. Die Trauben stammen vom Silberberg mit Lösslehm- und Kalkböden, einer der besten Lagen des Guts Karl Pfaffmann. Es gehört mit einer Rebfläche von 63 Hektaren zu den grösseren Betrieben in der Pfalz. Grösse und Qualität müssen sich indes nicht ausschliessen, wie der deutsche Weinführer «Gault Millau» in seiner Ausgabe 2018 zu Recht schreibt.

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